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PRESSEMITTEILUNG:

28. November 2016

Peter Münstermann: "Bin der Polizei für ihre geleistete Arbeit sehr dankbar"

Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Münstermann nimmt zu der Berichterstattung zur Sitzung des Innenausschusses des NRW-Landtags in Bezug auf denPlatzsturm beim Bezirksliga-Fußballspiel in Jülich-Güsten wie folgt Stellung;

„Ich bedauere, dass ich mich nicht persönlich vor Ort über die Ereignisse vom 06. November habe informieren können. Im Hintergrund jedoch habe ich alles mir mögliche unternommen, um den Betroffenen zu helfen und diesen schlimmen Vorfall aufzuklären. Bereits am Montag, den 07. November 2016 habe ich beim Ministerium für Inneres und Kommunales Informationen zu den Ausschreitungen angefordert, die sich am Vortag während der Bezirksliga-Partie zwischen Grün-Weiß Welldorf-Güsten und den Sportfreunden Düren ereignet haben. Daraufhin hat mir Innenminister Jäger in einem Gespräch mitgeteilt, dass die polizeilichen Ermittlungen noch andauern und dass im Folgenden die Vereinsführungen der beteiligten Mannschaften über die Erkenntnisse der Untersuchungen informiert würden.

Ein bei dem Fußballspiel in Zivil anwesender Polizeibeamter der Polizeiwache Jülich, ein Vereinsmitglied des Spielvereins Grün-Weiß, unterstütze nicht nur die Ermittlungskommission, sondern stand auch als Kontaktperson zwischen Polizei und Verein zur Verfügung. Bereits ab dem 09. November wurde die vollumfängliche und offensive Information aller Vereinsmitglieder zum Stand der polizeilichen Untersuchungen forciert. Dabei unterbreitete die Polizei auch Hilfsangebote sowie die Möglichkeit einer unmittelbaren Kontaktaufnahme mit der leitenden Dienststelle.

Neben dem Heimatverein wurden auch polizeiliche Maßnahmen für den Gastverein initiiert. Am Vereinsgelände der Sportfreunde Düren wurden bereits am 07. November Aufklärungsmaßnahmen durchgeführt, um die Sicherheit der Anlage zu überprüfen und falls nötig sicherzustellen. Die Vereinsführung wurde am 09. November über den Stand der Ermittlungen informiert. Dabei wurde kommuniziert, dass keinerlei Gefahr für die Sportstädte und die am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmenden Personen prognostiziert wird. Grundlage dafür war, dass die Polizei zu diesem Zeitpunkt bereits einen Zusammenhang der Ausschreitungen mit dem eigentlichen Fußballspiel ausschließen konnte. Das Spiel geriet lediglich in den Fokus, da die angreifende Personengruppe nicht den Wohnort ihres Opfers kannte und der Sportplatz die beste Möglichkeit darstellte, dieses anzugreifen.

Für ihre geleistete Arbeit bin ich unseren Polizistinnen und Polizisten sehr dankbar. Dies habe ich den Mitgliedern der Gewerkschaft der Polizei im Kreis Düren gegenüber auf ihrer Jahreshauptversammlung zu Ausdruck gebracht. Bei uns im Kreisgebiet waren die Beamtinnen und Beamten in den vergangenen Wochen mit extremen Ereignissen konfrontiert: Die Schießerei in der Dürener Innenstadt, die regelmäßigen Angriffe am Rande des Tagebaus, die böswillige Attacke auf die körperliche und psychische Unversehrtheit von zehn Kollegen. Vor allem vor diesem Hintergrund irritieren mich die Aussagen meines CDU-Kollegen Josef Wirtz während der Sitzung des Innenausschusses am 24. November sehr. Sich als die einzige Person hinzustellen, die sich mit den Vorfällen auseinandergesetzt, stellt im Besonderen die schnelle und vorbildliche Arbeit unserer Polizei unter den Scheffel.

Abschließend bin ich froh, dass die Polizei NRW die anstehenden Spielbegegnungen des SV Grün-Weiß Welldorf-Güsten polizeilich begleitet, um so dem Sicherheitsgefühl der Vereinsmitglieder Rechnung zu tragen. Dies zeigt, dass für die Landesregierung die innere Sicherheit weiterhin oberste Priorität hat.“